Weltmeister und Olympiasieger Carlos Nevado hat am Samstag Bundestrainer
Markus Weise darüber informiert, dass er seine Karriere in der Hockey-
Nationalmannschaft beendet. Der schnelle Außenstürmer vom UHC Hamburg
war als Quereinsteiger zur EM 2005 in Leipzig von Bernhard Peters ins Auswahlteam
geholt worden. Er gewann mit der Mannschaft unter anderem die
Weltmeisterschaft 2006 und die Olympischen Spiele in Peking. Der 26-Jährige
begründete seinen Entschluss damit, sich in Zukunft mehr um die Berufsausbildung,
die er dual bei einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen und an der
Wirtschaftsakademie Elmshorn absolviert, kümmern zu wollen.
Markus Weise bedauerte die Entscheidung des in Frankfurt aufgewachsenen Angriffsspielers.
Nevado ist nach Tibor Weißenborn (RW Köln) und Niklas Meinert
(Mannheimer HC) der dritte Olympiasieger, der nach dem Goldmedaillengewinn von
Peking seine Karriere beendet. Timo Weß (RW Köln) und Sebastian Biederlack (Club
an der Alster) pausieren für eine gewisse Zeit aus Studiengründen. „Die Berufsausbildung
ist die nächste große Herausforderung, der ich mich stellen möchte“, sagte
Carlos Nevado am Sonntag . „Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich auch nur eine
Auszeit nehme, aber ich denke, danach wäre ich auch zu weit weg.“
Außerdem sei es auch irgendwann an der Zeit, die Lücke frei zu machen für gute
junge Spieler, die durchaus da seien. „Das Jahr 2008 war emotional einfach auch
unglaublich, mit dem Champions Trophy Sieg zu Beginn, der Nicht-Berücksichtigung
für die Olympiaqualifikation, dem Sieg in der Euro Hockey League mit dem UHC und
dann dem Olympiasieg in Peking. Alles, was danach kommen würde, wäre einfach
nicht mehr dasselbe.“